Königsberg - weltweites Unikat: Bikepark mit Radschlepplift

Als weltweit erster Bikepark setzen die Königsberglifte in Hollenstein an der Ybbs eine neuartige Anhängevorrichtung für den Transport von Mountainbikern auf den Berg ein. (mit Bikevideo)


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"Der Bikepark ist ein wichtiger Teil des  „Erlebnisraum Königsberg“, aber das ist noch lange nicht alles", lacht Hollensteins Bürgermeisterin Manuela Zebenholzer

Der erste Teil des Bikeparks ist bereits eröffnet, der Liftbetrieb im Winter gesichert. Das Investitionsvolumen beträgt 400.000 Euro netto, ecoplus, die Wirtschaftsagentur des Landes NÖ, unterstützt das Projekt aus Mitteln der ecoplus-Regionalförderung. Weitere Schritte sind der Bau eines Aufgangsweges in den KE-Kräutergarten sowie die weitere Attraktivierung des Bikeparks.

Unter der Leitung von Reini Unterberger (Bergkraft) sowie den Bikeprofis Marcus Hampl, Simon Reitinger und Nico Bößl blieb seit April 2016 kein Stein auf dem anderen, folgende Attraktionen wurden im Bikepark bereits geschaffen:

•    Downhill-Strecke (1 km)
•    Freeridestrecken (2,5 km)
•    7 Drops (von 10 cm bis 3 m Höhe)
•    10 Tables/Rollers
•    5 Step ups und 5 Step downs
•    20 Wallrides
•    15 Pumps
•    4 Northshores
•    135 m Technical Trail für Kinder, Beginner und Fortgeschrittene
•    Pumptrack mit 80 m und 17 Obstacles

„Die Strecken sind so angelegt, dass Anfänger genauso wie Profis bedient werden können. Wir hatten hier die Besten der Branche zum Bau vor Ort, die wirklich eine tolle Strecke in die Landschaft zauberten“, so Königsberglifte-Geschäftsführer Herbert Zebenholzer. Dass die Kooperation mit regionalen und überregionalen Partnern ein Herzstück des „Erlebnisraumes Königsberg“ ist, zeigte sich schon bei der Planung: Die Spezialisten aus Leogang rund um Bergbahnen-Chef Kornel Grundner gaben Tipps, die Grundstücksbesitzer – Familie Jagersberger (Großbach) und Familie Sonnleitner (Hochschlag) – zogen beim Projekt voll mit.

„Stolz sind wir auch auf das erste Bügelsystem für Schlepplifte zum Transport von Mountainbikes. Hier sind wir weltweit die erste Anlage, die genehmigt wurde. Die Doppelmayr Seilbahnen GmbH hat hier eine Pilotanlage installiert, die wichtige Erfahrungswerte bringen wird“, so Zebenholzer. Das System ermögliche auch Schleppliftbetreibern den Transport von Mountainbikes sowie eine Sommernutzung der Anlagen. „Die Umrüstung von Winter- auf Sommerbetrieb ist innerhalb von ein bis zwei Stunden möglich. Die Wartung der Strecke ist für die Liftgesellschaft ebenfalls überschaubar“, erklärt der Geschäftsführer.

Weitere Ausbauschritte
Im Frühjahr 2017 wird die Freeride-Strecke um knapp einen Kilometer verlängert, der Downhill-Kurs um einen sogenannten „Roadgap“ und ein bis zwei Drops sowie einer permanenten Cross- Country-Strecke erweitert. Ebenfalls wird die Lifttrasse weiter befestigt, um einen optimalen Transport sicherzustellen.

Auch die Infrastruktur am Königsberg wird erweitert: Im März 2017 entsteht ein Gebäude, das Shop, Anlaufstelle für Service und Verleih sowie Kassa vereint. Weiters in Planung sind ein befestigter Platz mit WC und Dusche für Camper sowie ein Waschplatz für Bikes.

„Wirtschaftlich bedeutet das, dass wir langfristig den Erhalt der Lifte sicherstellen können“, freuen sich Herbert Zebenholzer und sein Geschäftspartner Peter Jagersberger. Für sie ist vor allem die neu gewonnene Flexibilität wichtig: „Sollten wir die gleiche Wettersituation wie im vergangenen Winter haben, können wir auf Lift 4 und 5 auf den beschneiten Pisten Ski fahren und auf Lift 1 den Mountainbike-Betrieb aufnehmen. Hier würden wir ebenfalls ein Alleinstellungsmerkmal haben.“

Das Liftpersonal unter der Leitung von Betriebsleiter Karl Schnabler wurde mittlerweile auf 2,5 Personen aufgestockt, ab Frühjahr 2017 wird das Team nochmals um eine Person erweitert. Für den Gasthof Jagersberger bedeutet das ebenfalls eine bessere Auslastung. Wert gelegt haben die Projektinitiatoren auch auf regionale Auftragsvergabe: „Zwei Drittel der Investitionssumme gehen direkt in die Region Ybbstal.“

Crowdfunding-Kampagne startet im Jänner
Um den „Erlebnisraum Königsberg“ bundesweit und international vermarkten zu können, werden die Königsberglifte im Jänner 2017 eine Crowdfunding-Kampagne starten. Ein weiterer wichtiger Mosaikstein ist der geplante Erlebnisweg zum KE-Kräutergarten, mit dem die Königsberg-Macher insbesondere Schulen ansprechen möchten.

Auch bei den Veranstaltungsformaten sind einige Neuerungen und Innovationen zu erwarten. Herbert Zebenholzer: „Ab 2017 soll es eine Auftaktveranstaltung im Mai, ein Cross-Country-Rennen im Juni sowie weitere Veranstaltungen geben. Eigene Schulangebote sind in Planung und das fünfte Open-Air ist für September vorgesehen. Zum Saisonabschluss 2017 veranstalten wir mit dem Radshop Lietz, der Bikefirma Norco Bicycles sowie einigen anderen namhaften Firmen Testtage, um die neuen Modelle für 2018 vorzustellen.“

Erster Betriebstag mit vielen Ehrengästen
Am ersten Betriebstag stürmten gleich zahlreiche Zweirad-Artisten und Jugendliche den Bikepark Königsberg – unter ihnen auch Downhill-Spezialist Thomas Heiß vom Team Lietz Sport Racing. „Das Feedback der Sportler ist äußerst positiv. Viele sagen, jetzt haben wir endlich einen Bikepark in unserer Region und müssen nicht mehr weite Fahrten für Trainings etc. auf uns nehmen. Auch Anfänger kommen voll auf ihre Rechnung“, so Herbert Zebenholzer.

14.10.2016 15:10:17

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