Kriminalstatistik in NÖ zeigt neues Gesicht

Die Aufklärungsquote kletterte auf den Höchstwert von 47,2 Prozent nach oben. Fahrraddiebstahl (+18,7%)und Kellereinbrüche (+ 40,7%) sind gefragt. Also Fährräder im Keller ganz besonders.


header picture
Foto: LPD NÖ

Landespolizeidirektor-Stv. Hofrat Dr. Rudolf Slamanig, Landespolizeidirektor Hofrat Dr. Franz Prucher und Landespolizeidirektor-Stv. Generalmajor Franz Popp, B.A., M.A.

2017 stehen einerseits die Bekämpfung der Eigentumskriminalität, die grenzüberschreitende Zusammenarbeit mit Tschechien und der Slowakei und Präventionsveranstaltungen im Mittelpunkt. Innenminister Wolfgang Sobotka kündigt weitere Personal- und
Investitionsoffensiven an und möchte auch die Bevölkerung verstärkt in sicherheitspolitische Fragen einbinden.

Entwicklung der Gesamtkriminalität

Die Gesamtzahl der angezeigten und registrierten strafbaren Handlungen in Niederösterreich
ist nach einer mehrjährigen Trendanalyse seit 2007 stabil. Die Aufklärungsquote konnte 2016 um 5,2
Prozentpunkte auf 47,2 Prozent gesteigert werden. Der Anteil an Kriminalität von Fremden ist nicht signifikant gestiegen.
Er liegt weiter bei 2/3 Österreicher gegen 1/3 Fremde.

Die Statistik will allerdings genau gelesen werden. Der steigende Anteil an Cyberkriminalität, die ja nicht zwingend von Österreich ausgehen muss, insinuiert ein Sinken von "normalen" Delikten.

Entwicklung der Big Five Crimes
Einbruchsdiebstähle in Wohnungen und Wohnhäuser sind seit 2015 leicht zurückgegangen. Interessant: bei einem Drittel der angezeigten Einbrüche in Wohnungen und Wohnhäuser blieb es beim Versuch. Kellereinbrüche hingegen verzeichnen ein Anstieg von 40,7%.
Ein ähnlicher Rücklauf-Trend ist beim Diebstahl von Kraftfahrzeugen zu erkennen. Dafür ein Anstieg bei Fahrrädern (+18,7%).

Signifikant ist der Anstieg ist im Bereich der Cyber-Kriminalität, vor allem im Bereich des Internetbetruges, zu erkennen. Die Aufklärungsquote liegt in diesem Deliktsfeld bei etwa 36 Prozent.

Bei den ermittelten Tatverdächtigen  kommen weiterhin zwei Drittel aus Österreich (67%) und ein Drittel Fremde (31%). Bei den Tatverdächte aus fremden Nationen liegen die früheren "Tatverdächtigen" wie Rumänien, Serbien und die Slowakei noch immer ganz vorne, erst auf Platz vier ein Flüchtlingsland, nämlich Afghanistan, gefolgt von Türkei, Ungarn und Deutschland.

Umgesetzte Maßnahmen 2016
2016 wurden Schwerpunktaktionen entlang der Hauptverkehrsrouten und im grenznahen Bereich zur Bekämpfung der Schlepperkriminalität gesetzt.

Präventionsveranstaltungen für Schülerinnen und Schüler zum Thema Cyber-Sicherheit wurden durchgeführt und eine verstärkte Öffentlichkeitsarbeit über soziale Medien zum Thema „Schutz des Eigenheimes“ betrieben

Projekte und Maßnahmen 2017
Schwerpunktmäßige Kontrollen an neuralgischen Punkten im hochrangigen Straßennetz zur Bekämpfung der Eigentumskriminalität stehen im Fokus der niederösterreichischen Polizei. Zudem werden Maßnahmen zur nachhaltigen Bekämpfung der Schlepperkriminalität gesetzt. Die lokale grenzüberschreitende Zusammenarbeit zwischen der LPD Niederösterreich und angrenzenden polizeilichen Kreisbehörden in Tschechien und der Slowakei wird verstärkt.

In Kooperation mit Interessensvertretungen stehen Präventionsveranstaltungen für spezifische Gruppen der Gesellschaft vor allem zum Thema Cyber-Sicherheit am Programm.

Die Maßnahmen zur Prävention gegen Gewalt werden ausgebaut.







06.03.2017 14:17:46

Weitere Bilder:



Weitere Beiträge

v20130331
Beitrag nicht gefunden?